<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Standpunkte von Johann Moser &#187; Bildung</title>
	<atom:link href="http://standpunkte.at/index.php/kategorie/bildung/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://standpunkte.at</link>
	<description>mag. johann moser</description>
	<lastBuildDate>Tue, 01 Nov 2011 21:30:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Anregungen zur Lehrerausbildung</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/anregungen-zur-lehrerausbildung</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/anregungen-zur-lehrerausbildung#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 19:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3747</guid>
		<description><![CDATA[Wenn wir Lehrkräfte uns etwas vorwerfen lassen müssen, dann ist es das, dass wir unsere Vorstellung von Bildung und Lernen zu wenig reflektieren und in Frage stellen. Die eigenen Lernerfahrungen als Schüler/in werden verallgemeinert und für Lernen gehalten. Es soll vorkommen, dass junge Lehrkräfte ihre eigenen Schulhefte und Schulbücher wieder auspacken und danach unterrichten. Zumindest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir Lehrkräfte uns etwas vorwerfen lassen müssen, dann ist es das, dass wir unsere Vorstellung von Bildung und Lernen zu wenig reflektieren und in Frage stellen. Die eigenen Lernerfahrungen als Schüler/in werden  verallgemeinert und für <em>Lernen </em>gehalten. Es soll vorkommen, dass  junge Lehrkräfte ihre eigenen Schulhefte und Schulbücher wieder auspacken und danach  unterrichten. Zumindest das Schema <em>Vortrag &#8211; Hausübung &#8211; Schularbeit/Test</em> wird vorwiegend unhinterfragt kopiert und fortgesetzt.</p>
<p>Neben eine umfassende fachliche Ausbildung muss daher bei der Lehrerausbildung von Anfang an die Reflexion des Lehr-Lern-Geschehens treten. Dazu gehören die Reflexion der eigenen Lernerfahrungen in und außerhalb der Schule und die damit verbundene Hinterfragung von Lernklischees, eine intensive Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Entwicklung dessen, was man jeweils Bildung/Lehren/Lernen nennt, sowie die Beschäftigung mit den Kenntnisssen der heutigen Forschung (Gehirnforschung, Kybernetik, Systemdynamik) samt Konsequenzen für Lehren und Lernen.</p>
<p>Weiters sollen (Unterrichtsbesuch) verschiedene Lern- und Verhaltensprobleme bei Schüler/innen analysiert werden, bevor man durch Lehrauftritte die eigenen Erfahrungen verfestigt. Welche Blockaden können vorliegen, wie kann man mit Blockaden umgehen, wer soll beigezogen werden? (Schulpsychologen, Lernberater, Familienberatung, etc.)</p>
<p>Angehende Lehrende sollen Zielvorstellungen für den eigenen Unterricht unter verschiedenen schulischen Rahmenbedingungen entwickeln: Lehrkräfte müssen lernen, schulische Rahmenbedingungen zu beachten, um nicht sich selbst (Burnout) und ihre Schüler/innen ständig zu überfordern. Unterschiedliche Rahmenbedingungen (Schultyp, Wochenstundenanzahl, Klassengröße, Diversität der Begabungen) werden zu anderen Zielen und Niveaus führen müssen.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt soll die Klärung der Möglichkeiten sein, Leistung bzw. Lernerfolge zu beobachten und zu evaluieren. Zu viele (insbesondere junge) Lehrkräfte halten noch immer schriftliche Arbeiten für objektiver als kontinuierliche Leistungen (Eigenarbeit) sowie Druck und Angst für ein geeignetes Motivationsmittel und leiden dann unter der Fülle der Korrekturen und dem Gegendruck der Lernenden.</p>
<p>Eine Reform des Bildungswesens ohne die Beachtung der von mir beschriebenen Aspekte wird weitgehend wirkungslos bleiben.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/anregungen-zur-lehrerausbildung&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/anregungen-zur-lehrerausbildung/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Jahrhundert-Datum</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/ein-jahrhundert-datum</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/ein-jahrhundert-datum#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 21:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3737</guid>
		<description><![CDATA[Der heutige Tag, der 11.1.11 zeigt bei der von mir gewählten Schreibweise eine besondere Eigenschaft. Um 11:11:11 Uhr war der Jahrhundert-Zeitpunkt: genau 11mal die 1. Da mussten wir im Unterricht kurz inne halten! Eine ähnliche symmetrische Häufung gleicher Zahlen gibt es pro Jahrhundert noch zweimal, am 11.11.11 um 11:11:11 Uhr, allerdings mit 12mal der 1. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Tag, der 11.1.11 zeigt bei der von mir gewählten Schreibweise eine besondere Eigenschaft. Um 11:11:11 Uhr war der Jahrhundert-Zeitpunkt: genau 11mal die 1. Da mussten wir im Unterricht kurz inne halten!</p>
<p>Eine ähnliche symmetrische Häufung gleicher Zahlen gibt es pro Jahrhundert noch zweimal, am 11.11.11 um 11:11:11 Uhr, allerdings mit 12mal der 1.</p>
<p>Am 22.2.22 um 22:22:22 Uhr, mit (leider nur) 11mal der 2. Bitte im Kalender vormerken!</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/ein-jahrhundert-datum&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/ein-jahrhundert-datum/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkürliche Festsetzungen: Taschner täuscht uns</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/willkurliche-festsetzungen-taschner-tauscht-uns</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/willkurliche-festsetzungen-taschner-tauscht-uns#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 21:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Dezimalsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrtausend]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrzehnt]]></category>
		<category><![CDATA[Zahlensystem]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3726</guid>
		<description><![CDATA[Eine merkwürdige Argumentation verfolgt uns seit der Jahrtausendwende. Mathematiker und andere gescheite Leute verkündeten Ende 1999, dass das neue Jahrtausend erst 2001 beginne und wir daher ein Jahr zu früh die Jahrtausendwende feierten. Argumentiert wird mit dem nicht vorhandenen Jahr Null. Sogar dem &#8220;Mathematiker der Nation&#8221;, Rudolf Taschner, passiert dieser Fehler. Am 1. Jänner 2011 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine merkwürdige Argumentation verfolgt uns seit der Jahrtausendwende. Mathematiker und andere gescheite Leute verkündeten Ende 1999, dass das neue Jahrtausend erst 2001 beginne und wir daher ein Jahr zu früh die Jahrtausendwende feierten. Argumentiert wird mit dem nicht vorhandenen Jahr Null. Sogar dem &#8220;Mathematiker der Nation&#8221;, <em>Rudolf Taschner</em>, passiert dieser Fehler.</p>
<blockquote><p>Am 1. Jänner 2011 beginnt nicht bloß ein neues Jahr, ein neues Jahrzehnt  hebt an. Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende beginnen immer mit  einem Jahr, das 1 als Einerziffer besitzt. Denn es hat kein Jahr null  gegeben: Auf das Jahr 1v.Chr. folgte das Jahr 1n.Chr.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/621872/Willkuerliche-Festsetzungen-oder_Warum-das-Jahr-im-Jaenner-beginnt" target="_blank">Rudolf Taschner, Willkürliche Festsetzungen – oder: Warum das Jahr im Jänner beginnt, &#8220;Die Presse&#8221;, Print-Ausgabe, 30.12.2010. </a></p></blockquote>
<p>Die Argumentation mit dem Jahr Null ist irreführend und führt zum falschen Ergebnis. Wenn wir Zeiträume in Perioden (Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende) einteilen, so geschehen diese Abstufungen aufgrund unseres Dezimalsystems und wir &#8220;feiern&#8221; damit eigentlich den 10er-Sprung, den 100er-Sprung bzw. den 1000er-Sprung. Das Besondere am Dezimalsystem ist, dass trotz des linearen Fortschreitens das Zählen wieder von vorne beginnt, zumindest in der Einerstelle. Nach 9 kommt 10 (Achtung Herr Taschner, die Einerstelle beginnt mit der Null und nicht mit der Eins!), nach 19 kommt 20 (und wiederum beginnts von Null), bis zur 99. Der Jahrhundertwechsel ist so toll, weil die beiden letzten Stellen wechseln (und wieder bei Null beginnen) und die Hunderter-Stelle um 1 weiterzählt. Und noch toller war daher der Jahrtausendwechsel von 1999 auf 2000!</p>
<p>Die wilden 60er Jahre werden wohl 1960 begonnen haben, das Jahr 1970 ist dem Namen nach bereits ein 70er-Jahr. Und natürlich haben die 10er-Jahre 2010 begonnen und nicht erst 2011. Das sind unsere Jahrzehnte.</p>
<p>Ebenso machen wir es bei unseren Geburtstagen. Die runden Geburtstage feiern wir mit 20, 30, 40, 50, 60 etc und nicht mit 21, 31, etc., weil wir zwar uns feiern, aber die Einteilung aus dem Dezimalsystem nehmen. Das Zählen beginnt mit Null und vielleicht sollten wir das den Kindern bereits im Vorschulalter lernen: Null (= kein Finger), 1 (= 1 Finger) usw.</p>
<p>Basierte unser Zählen auf einem Zahlensystem mit anderer Basis,  beispielsweise der Sieben, so würden wir andere Einteilungen wählen:  nach der 6 käme dann die 10, dann 11 bis 16, dann 20. Wir könnten öfter  &#8220;runde&#8221; Gedenktage begehen. Die &#8220;Jahrsiebte&#8221; wären kürzer als die &#8220;Jahrzehnte&#8221;, wir würden mit 49 Jahren bereits das Alter &#8220;100&#8243; anzeigen!</p>
<p>Ich erinnere mich noch gut eine diesbezügliche Diskussion mit dem Musikphilosophen Leo Dorner an der Bruckner Uni in Linz: Er war erleichtert, dass ich ihm für Sylvester 1999 das Feiern der Jahrtausendwende empfohlen habe.</p>
<p>Fazit: Das Jahr Null ist für die Einteilung nicht von Bedeutung und die falsche Argumentation, wir zelebrieren den Positionswechsel im Zahlensystem. Lediglich dem ersten Jahrzehnt (Jahrhundert, Jahrtausend) hat ein Jahr gefehlt. Das hat damals niemand bemerkt, weil man damals noch nicht so gezählt hat.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/willkurliche-festsetzungen-taschner-tauscht-uns&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/willkurliche-festsetzungen-taschner-tauscht-uns/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Überall die Besten nehmen!</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/uberall-die-besten-nehmen</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/uberall-die-besten-nehmen#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 15:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3707</guid>
		<description><![CDATA[Nur die Besten sollen also in den Schulen unterrichten. Für Forschung und Verwaltung bleiben nur mehr die Drittbesten (weil die Zweitbesten eigentlich auch noch in der Schule gebraucht werden), in Politik und (staatsnaher) Wirtschaft sitzen vorwiegend übrig gebliebene Parteigünstlinge. Angeblich werden in Finnland nur die Besten zur Lehrerausbildung zugelassen. Tatsache ist, dass es dort mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur die Besten sollen also in den Schulen unterrichten. Für Forschung und Verwaltung bleiben nur mehr die Drittbesten (weil die Zweitbesten eigentlich auch noch in der Schule gebraucht werden), in Politik und (staatsnaher) Wirtschaft sitzen vorwiegend übrig gebliebene Parteigünstlinge.</p>
<p>Angeblich werden in Finnland nur die Besten zur Lehrerausbildung zugelassen. Tatsache ist, dass es dort mehr Bewerber/innen gibt als benötigte Lehrkräfte. Daher gibt es dort ein Aufnahmeverfahren, das nach bestimmten Kriterien selektiert. Ob da gerade &#8220;die Besten&#8221; ausgewählt werden, wird man nie überprüfen können, weil die anderen nicht die Gelegenheit erhalten, sich zu bewähren. Dass es so viele Bewerber/innen gibt hat ihre Ursache in der hohen gesellschaftlichen Wertschätzung des Lehrberufs in Finnland.</p>
<p>In einem Land mit hohem Ansehen des Lehrerberufs wird auch Bildung insgesamt geschätzt. Im Intellektuellen-feindlichen Österreich (wir haben uns offenbar immer noch nicht vom Faschismus erholt) ist es nicht verwunderlich, wenn Schüler/innen mangelnde Lernmotivation zeigen und Schule als Wartezeit sehen, die es zu überbrücken gilt.</p>
<p>Unterrichten ist zu komplex, als dass man bei einem Eignungstest (vor!)  der Ausbildung die Eignung verlässlich testen kann. Wie gut man als  Lehrer/in ist, sieht man meist erst beim Unterrichten. Der eigene Unterrichtsstil entwickelt sich laufend weiter, mit der eigenen Unterrichtserfahrung, mit den gesellschaftlichen Änderungen (in meiner Ausbildungszeit wurden noch keine PCs eingesetzt und Fächer, die ich jetzt unterrichte, gabs noch gar nicht) und mit den Eigenheiten der Schüler/innen.</p>
<p>Da stehen dann &#8220;die Besten&#8221; vor einer Klasse unmotivierter Schüler/innen, 18jährige verhalten sich wie 15jährige, die Pubertät dauert bei einigen bereits bis 20. Da &#8220;liest&#8221; ein 18jähriger im Unterricht in der Krone, weil sein geistiger Horizont (und sein Leseverständnis?) was anderes nicht zulässt. Dafür will man also &#8220;die Besten&#8221; vor der Ausbildung aussortieren, andererseits auch erfolgreichen &#8220;Quereinsteigern&#8221; (ohne pädagogische Ausbildung) den Lehrberuf öffnen. Diese &#8220;Besten&#8221; sollen dann von meist parteipolitisch ausgewählten Direktoren eingestellt werden, die für ihr politisches Wohlverhalten damit belohnt werden, dass sie so tun dürfen, als wäre die Schule ihre eigene Firma. Na bravo.</p>
<p>Ich kann das Geschwätz von den &#8220;Besten&#8221; nicht mehr hören. So viele &#8220;Beste&#8221;, wie überall eingesetzt werden sollen, haben wir nicht. Schaffen wir doch einfach jenen Lehrkräften, die da sind, bessere Rahmenbedingungen. Aber dafür bräuchte es wahrscheinlich &#8220;die Besten&#8221; in der Politik.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/uberall-die-besten-nehmen&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/uberall-die-besten-nehmen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bildungskritiker: Ignoranz und Planlosigkeit?</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/bildungskritiker-ignoranz-und-planlosigkeit</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/bildungskritiker-ignoranz-und-planlosigkeit#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 15:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Computereinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3620</guid>
		<description><![CDATA[Der Neurowissenschafter (Uni-Klinik Ulm) Manfred Spitzer kritisiert in einem Interview im Standard das (aktuelle? deutsche?) Bildungssystem und schießt sehr undifferenziert auf die Lehrenden: Schauen Sie sich den Umgang mit Computern an. Man erhoffte sich, dass die Schulleistungen durch die Einführung von Computern an den Schulen besser werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Leistungen werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Neurowissenschafter (Uni-Klinik Ulm) Manfred Spitzer kritisiert in einem Interview im <em>Standard</em> das (aktuelle? deutsche?) Bildungssystem und schießt sehr undifferenziert auf die Lehrenden:</p>
<blockquote><p>Schauen Sie sich den Umgang mit Computern an. Man erhoffte sich, dass die Schulleistungen durch die Einführung von Computern an den Schulen besser werden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Leistungen werden schlechter. Wenn man Informationstechnik einführt, sollte ein klares Konzept dahinterstehen. Das gab es bisher nicht. Die Lehrer konnten gar nicht wissen, was sie mit den Computern tun sollten.<br />
&#8220;<a href="http://derstandard.at/1277336755590/STANDARD-Interview-Bildung-ist-so-wichtig-wie-Luft" target="_blank"><em>Bildung  ist so wichtig wie Luft</em></a>&#8220;, derstandard, 25. Juni  2010</p></blockquote>
<p>Auch von anderer Seite wird immer wieder der mangelnde Computereinsatz beklagt. Nun unterrichte ich seit mehr als zwei Jahrzehnten in einem Schultyp (Handelsakademie: Berufsbildende Höhere Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt), an dem es bereits in den 1980er-Jahren eine breitgefächerte Informatik-Ausbildung gab: In Textverarbeitung lernt man das 10-Finger-System sowie den Umgang mit gängiger Textverarbeitungs-, Präsentations- und Desktopspublishing-Software. Das Fach Wirtschaftsinformatik lehrt Betriebssystemverwaltung, Tabellenkalkulation mit Einsatz von Schriftsprachen (VBA). Mittlerweile bieten wir einen Zweig mit Multimedia und Webdesign an und man lernt dort Bild-, Audio-, Videobearbeitung und Animation sowie die wichtigsten Aspekte von Webdesign (Gestaltung, Datenbankprogrammierung, CMS, Podcasting und SocialMediaMarketing). Seit etwa 2 Jahrzehnten setze ich den Computer regelmäßig im Mathematik-Unterricht ein, für Visualisierung, experimentelles Arbeiten und Recherche.</p>
<p>Manfred Spitzer forscht und arbeitet im Bereich Neurowissenschaften und Lernen. Ich emfehle ihm, sich in öffentlichen Äußerungen auf sein Arbeitsgebiet zu beschränken und lieber das Bildungssystem mit Ergebnissen und Denkanstößen aus seiner Forschung zu bereichern.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/bildungskritiker-ignoranz-und-planlosigkeit&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/bildungskritiker-ignoranz-und-planlosigkeit/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beobachtungen und Schlussfolgerungen eines Reifeprüfenden</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/beobachtungen-und-schlussfolgerungen-eines-reifeprufenden</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/beobachtungen-und-schlussfolgerungen-eines-reifeprufenden#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 16:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Matura]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3611</guid>
		<description><![CDATA[Ein für mich als Pädagoge interessanter Aspekt meiner Arbeit ist es, junge Leute bei der Entwicklung zu Persönlichkeiten zu beobachten. Die öffentliche Reifeprüfung stellt (meist) den vorläufigen Abschluss dieser beobachteten Entwicklung dar. Bei der schriftlichen Reifeprüfung war eine gemischte Aufgabenstellung aus Multimedia, Webdesign und Softwareentwicklung zu bewältigen. In meinem Bereich habe ich eine Fragestellung mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein für mich als Pädagoge interessanter Aspekt meiner Arbeit ist es, junge Leute bei der Entwicklung zu Persönlichkeiten zu beobachten. Die öffentliche Reifeprüfung stellt (meist) den vorläufigen Abschluss dieser beobachteten Entwicklung dar.</p>
<p>Bei der schriftlichen Reifeprüfung war eine gemischte Aufgabenstellung aus Multimedia, Webdesign und Softwareentwicklung zu bewältigen. In meinem Bereich habe ich eine Fragestellung mit einer Mischung aus Gestaltung (CSS), interaktiven Elementen (Javascript) und Datenbankprogrammierung (PHP) entwickelt. Um sehr gute Leistungen von durchschnittlichen unterscheiden zu können, gibt es bei immer auch einen Bereich, der Kombination gelehrter Aspekte und ein bisschen eigenständige Ansätze erfordert. Was man brav lernen kann, wurde großteils bewältigt, eigenständige Anwendungen der Kenntnisse schaffen nur wenige.</p>
<p>Nach den ersten beiden von vier Tagen der mündlichen Reifeprüfung komme ich zu folgender Wahrnehmung: Ein meiner Meinung nach zu hoher Anteil der Schüler/innen zeigt eine mangelnde Bereitschaft bzw. Fähigkeit zur Reflexion. Dafür wird gerne &#8220;Wissen&#8221; reproduziert, wenn auch teilweise oberflächlich. Lernende verwenden Begriffe, ohne eine Vorstellung von deren Bedeutung zu haben: <em>Burka, Frauenquote (!), Ehevertrag, Obsorge, Unterhalt, Vektorgrafik, …</em> Ich frage mich, welche Konsequenzen das auch für meinen eigenen Unterricht haben muss: mehr Individualisierung des Unterrichts mit gleichzeitig stärkerer Betonung der Eigentätigkeit von SchülerInnen im Erwerb von Wissen und Kompetenzen mit Anleitung und Betreuung während des Unterrichts.</p>
<p>Ein merkwürdiges Ereignis möchte ich noch erwähnen: Nach 25jähriger Dienstzeit und etwa 23 Jahren als Reife-Prüfender habe ich wieder einmal davon geträumt, selbst die Matura ablegen zu müssen. Und zwar nicht in meinen Fächern, sondern im Fach <em>Rechnungswesen</em>. Thema war das Erklären des Bilanz-Schemas mit Aktiva und Passiva. Erfreulicherweise habe ich die Matura bestanden, da ich als Geschäftsführer der <em>Neuen Energie GmbH</em> jährlich mit unserer Bilanz befasst bin und sie dem Beirat der atypisch stillen Gesellschafter vorstellen muss. Klar hat mich das gefreut.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/beobachtungen-und-schlussfolgerungen-eines-reifeprufenden&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/beobachtungen-und-schlussfolgerungen-eines-reifeprufenden/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Konstruktivismus und Standardisierung</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/konstruktivismus-und-standardisierung</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/konstruktivismus-und-standardisierung#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 16:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Standardisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3229</guid>
		<description><![CDATA[Ein einigermaßen aktueller Titel zur Thematik des Lehrens und Lernens* geht davon aus, dass man auf dem Hintergrund systemisch-konstruktivistischer Didaktik und mancher Ergebnisse der Hirnforschung lehren und lernen neu denken muss. Vielmehr zeigen die Einblicke, die uns die Hirnforschung in diese Systemik gibt, dass die mechanistische Didaktik, die auf Einheit, Inputsteuerung und Standardisierung setzt, immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein einigermaßen aktueller Titel zur Thematik des Lehrens und Lernens* geht davon aus, dass man auf dem Hintergrund systemisch-konstruktivistischer Didaktik und mancher Ergebnisse der Hirnforschung lehren und lernen neu denken muss.</p>
<blockquote><p>Vielmehr zeigen die Einblicke, die uns die Hirnforschung in diese Systemik gibt, dass die mechanistische Didaktik, die auf <em>Einheit, Inputsteuerung und Standardisierung</em> setzt, immer schon unrealistisch war, &#8230; da diese Steuerungen vielfach an dem vorbeizielen, was machbar und erwartbar ist, und vielfach fokussieren sie nicht auf die spezifischen Potenziale und Möglichkeiten der Lernenden. (S 120)</p></blockquote>
<p><em>»Abschiedungspunkt«</em> ist unter anderem</p>
<blockquote><p>Lernen im Gleichschritt (bzw. die Vorstellung von der notwendigen Synchronizität des Lernens), d.h. die Vorstellung, dass die Parallelschaltung von individuellen Lernprozessen (im Klassenverband, im Jahrgang) ein notwendiges universales Muster von Schule zu sein habe. (S 128)</p></blockquote>
<p>Die Widersprüche haben auch bisher die <em>Anordner </em>im Schulsystem nicht zum Nachdenken gebracht: Sie propagieren <em>offenes Lernen</em> und fordern gleichzeitig die jahrgangweise gemeinsame schriftliche Prüfungen mit gleichen Fragen zur gleichen Zeit. Übrigens ohne irgendeine Art der Reflexion unterschiedlicher Ergebnisse dieser Prüfungen anzustellen.</p>
<p>Angesichts der didaktischen Forschung sehen die verordneten &#8220;Reformen&#8221; im Schulsystem sehr alt aus.</p>
<p>* Rolf Arnold, Ich lerne, also bin ich. Carl-Auer-Systeme-Verlag, Heidelberg, 2007.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/konstruktivismus-und-standardisierung&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/konstruktivismus-und-standardisierung/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fremdwörter &#124; Fremdmenschen</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/fremdwoerter-fremdmenschen</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/fremdwoerter-fremdmenschen#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 07:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturalität]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Wort zum Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Xenophobie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3086</guid>
		<description><![CDATA[0]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Fremdwörter? Es gibt keine Fremdwörter. Es gibt nur einen Mangel an sprachlichem Aneignungsdrang. (Botho Strauß, Vom Aufenthalt, Hanser Verlag, 2009, S 112)</p></blockquote>
<p>Wenn man an mehreren Büchern gleichzeitig liest, gibt es interessante Ko-Inzidenzen.</p>
<blockquote><p>Die Xenophobie, so scheint Herodot [Anmerkung: ca. 450 v.Chr.] zu sagen, ist eine Krankheit der Ängstlichen, jener, die an Minderwertigkeitskomplexen leiden, die vor dem Gedanken zurückschrecken, dass sie sich im Spiegel der Kulturen der Anderen betrachten müssen. (Ryszard Kapuściński, Der Andere, edition suhrkamp, 2008, S 16)</p></blockquote>
<p>Botho Strauß übertreibt. Fremdwörter sind die Fremden unter den Wörtern, die sich nicht ganz assimiliert haben. Das sind jene Wörter, die unsere Sprache bereichern, sie um Aspekte ergänzen, die man in unserer Sprache sonst umständlicher ausdrücken müsste. Diese Fremdwörter rufen uns in Erinnerung, dass es auch andere Sprachen gibt, dass unsere Sprache aus anderen Sprachen entstanden ist, dass Sprache in Bewegung ist.</p>
<p>Herodot schreibt über den Menschen. Über den neugierigen Menschen, der gerne reist.</p>
<blockquote><p>Er möchte den Anderen kennenlernen, weil er begreift, dass er, um sich selber besser erkennen zu können, die Anderen kennenlernen muss, weil sie der Spiegel sind, in dem wir uns selbst sehen, er weiß, dass er, um sich selbst besser verstehen zu können, die Anderen besser verstehen muss, dass er sich mit ihnen vergleichen, messen, konfrontieren muss. (Ryszard Kapuściński, Der Andere, S 15/16)</p></blockquote>
<p>Wenn ich die aktuelle Xenophobie in Österreich (in ganz Europa) unter diesem Gesichtspunkt betrachte, dann scheint es, <em>wir</em> haben Angst, uns in diesen Spiegel zu sehen, uns selbst kennen zu lernen.</p>
<p>Was ängstigt uns? Unserer Alltagsrassismus? Unser leichtfertiges politisches Wahlverhalten? Unsere Untertanen-Mentalität? Unsere mangelnden (Deutsch-)Sprachfähigkeiten? Dass wir keine Bücher lesen? Dass wir<em> </em> von unserer zeitgenössischen Kultur nichts verstehen und auch gar nichts wissen wollen?</p>
<p>Zu biblischen Zeiten war der Fremde der Gast. In Analogie zu Botho Strauß: <em>Fremde? Es gibt nur einen mangelnden kulturellen Aneignungsdrang.</em></p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/fremdwoerter-fremdmenschen&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/fremdwoerter-fremdmenschen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gendergerechte Sprache?</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/gendergerechte-sprache</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/gendergerechte-sprache#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 21:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturalität]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://standpunkte.at/?p=3116</guid>
		<description><![CDATA[Ein merkwürdiges Fallbeispiel zum Thema gendergerechte Sprache. Meine Frau erlebt an der UNI einen Vortrag einer Sozio-Linguistin (Sprachwissenschafterin). Diese spricht von sich immer als Sozio-Linguist (in der männlichen Form) und auf eine diesbezügliche Frage meiner Frau nach dem Vortrag erklärt sie, dass sie das absichtlich macht, weil sie das gendergerechte Sprechen nicht mag. So weit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein merkwürdiges Fallbeispiel zum Thema gendergerechte Sprache.</p>
<p>Meine Frau erlebt an der UNI einen Vortrag einer <em>Sozio-Linguistin</em> (<em>Sprachwissenschafterin</em>). Diese spricht von sich immer als Sozio-Linguist (in der männlichen Form) und auf eine diesbezügliche Frage meiner Frau nach dem Vortrag erklärt sie, dass sie das absichtlich macht, weil sie das gendergerechte Sprechen nicht mag. So weit so gut.</p>
<p>Meine Frau erzählt mir daheim, dass sie einen interessanten Vortrag eines Sozio-Linguisten (in der männlichen Form) gehört hat und dieser Sprachwissenschafter viel Erfahrung hat. In mir entsteht logischerweise (und meines Erachtens richtigerweise) das Bild eines männlichen Referenten.</p>
<p>Diese Geschichte zeigt, dass ein Mindestmaß an sprachlicher Differenzierung nowendig ist, um (Gender-)Sachverhalte richtig zu transportieren. Wenn <em>eine</em> Frau von sich spricht oder wenn von nur <em>einer</em> Frau die Rede ist, dann ist einzig die <em>weibliche</em> Form sprachlich richtig. Egal ob der weibliche Sozio-Linguist das so will, ob der weibliche Architekt das so will, ob der weibliche Deutsch-Lehrer das so will, ob der weibliche Chef das so will. Weil man sich sonst nie Wissenschafterinnen, Architektinnen oder Chefinnen vorstellen kann.</p>
<p>Man muss es nicht übertreiben. Aber wenn eine Projektgruppe an der Schule nur aus Schüler<em>innen</em> besteht, die unter sich von sich in der männlichen Form reden, dann irritiert mich das und ich weise sie (liebevoll) darauf hin. Die (sozial) Begabteren verstehen das.</p>
<p>Noch was: Ich bin <em>der</em> Gender-Beauftragte an unserer Schule. Und ja, sowas gibt es.</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/gendergerechte-sprache&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/gendergerechte-sprache/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Notizen zum Laptop-Unterricht</title>
		<link>http://standpunkte.at/index.php/notizen-zum-laptop-unterricht</link>
		<comments>http://standpunkte.at/index.php/notizen-zum-laptop-unterricht#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 15:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>johann moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Laptop]]></category>
		<category><![CDATA[Laptop-Klassen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.jomo.org/?p=2015</guid>
		<description><![CDATA[An meiner Schule (HAK) gibt es etlichen Jahren sogenannte Laptop-Klassen. Schüler/innen wählen gegen Ende der zweiten Klasse HAK im Alter von etwa 15/16 Jahren ihren Ausbildungszweig. Im Zweig Informationstechnologie (Multimedia, Webdesign und Software) entscheiden sich Schüler/innen für den Laptop. Sie erhalten von ihren Eltern einen eigenen Laptop, den sie täglich in den Unterricht mitnehmen, am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An meiner Schule (HAK) gibt es etlichen Jahren sogenannte Laptop-Klassen. Schüler/innen wählen gegen Ende der zweiten Klasse HAK im Alter von etwa 15/16 Jahren ihren Ausbildungszweig. Im Zweig <em>Informationstechnologie (Multimedia, Webdesign und Software) </em>entscheiden sich Schüler/innen für den Laptop. Sie erhalten von ihren Eltern einen eigenen Laptop, den sie täglich in den Unterricht mitnehmen, am Tisch haben und damit arbeiten, also hauptsächlich spielen. Die Schule stellt die Infrastruktur zur Verfügung: größere Tische, Netzwerkverkabelung und Stromanschlüsse, Router und WLAN.</p>
<p>Der Unterricht sollte dadurch moderner gestaltet und computergestützt ablaufen. In der Praxis sehe ich eine (teils massive) Verschlechterung der Schülerleistungen. Das hat mehrere Gründe.</p>
<p>Wir Lehrer/innen haben es verabsäumt, uns systematisch und gemeinsam didaktisch mit dem Computereinsatz zu beschäftigen und die Situation zu reflektieren. Ich habe das von Beginn an eingefordert, wurde aber nicht unterstützt.</p>
<p>Die Motivation von Schüler/innen für diesen Zweig ist zwiespältig. Die Fachrichtung ist inhaltlich (und personell) interessant, kommt Interessen von Jugendlichen entgegen und wird auch von der Wirtschaft mit guten Weiterbildungs- und Jobaussichten empfohlen. Dazu kommt das Argument, von den Eltern einen eigenen Laptop zu erhalten. Eine weitere Schülermotivation ist es, miteinander vernetzt zu sein und jede Menge Spiele zu spielen bzw. im Laptop eine Art institutionalisierter Ablenkung vom Unterrichtsgeschehen zu sehen.</p>
<p>Der Laptop ist nicht, wie manchmal gut gemeint, ein erweiterter Taschenrechner bzw. ein anderes technisches Hilfsmittel. Er ist vor allem ein Hypnose-Kasten, der die Hypnosefunktion des Fernsehgeräts weitaus überragt. Der (permanente) Einsatz von Laptops benötigt daher vor allem willensstarke und ausgeglichene Persönlichkeiten.</p>
<p>Interessanterweise bevölkern die Laptop-Klassen stärker Burschen als Mädchen, überwiegend leistungsschwache Schüler/innen bzw. solche mit einem geringen Grad an Eigenmotivation. In dieser Konstellation ist es äußerst schwierig und mühsam, als Lehrkraft für entsprechende Konzentration zu sorgen.</p>
<p>Diese Problematik ist nicht schulspezifisch, auch an anderen ähnlichen Schulen gibt es vergleichbare Probleme. Lösungsansätze sind etwa Laptop-freie Tage (oft hinderlich für einzelne Unterrichtsstunden, in denen der Laptop konstruktiv genutzt wird) oder Reglements für einzelne besonders schwierige Schüler. Angedacht sind Aufnahmegespräche mit gemeinsamer Bewertung der Reife von Schüler/innen bzw. ein Ranking von begrenzten Plätzen nach Notendurchschnitt. Eine andere Möglichkeit wäre, den Einsatz des Laptops um ein Schuljahr zu verschieben und von der (dann erwiesenen) Leistungsbereitschaft der Schüler/innen abhängig zu machen.</p>
<p>An unserer Schule haben wir jetzt einen Arbeitskreis mit drei Lehrern und drei Schüler/innen eingerichtet, die das Problem und mögliche Lösungen/Maßnahmen miteinander diskutieren. Eine <em>österreichische</em> Lösung?</p>
<div class='wpfblike' style='height: 20px;'><iframe src='http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://standpunkte.at/index.php/notizen-zum-laptop-unterricht&amp;layout=default&amp;show_faces=false&amp;width=450&amp;action=recommend&amp;colorscheme=light' scrolling='no' frameborder='0' allowTransparency='true' style='border:none; overflow:hidden; width:450px;'></iframe></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://standpunkte.at/index.php/notizen-zum-laptop-unterricht/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

